Rezension zu: Señor Gonzalez und der Garten des Lebens

Unbezahlte Werbung, Rezensionsexemplar von Random House, Achtung Spoiler!

Die Hände in dem Boden, die Sonne auf seinem Gesicht, ein faltiges Lächeln umspielt seine Lippen … das ist Señor Gonzalez.

Seine Ratschläge und Weiheiten füllen jedes Herz bis oben hin, auch das von Niklas. Mach dich bereit für eine außergewähnliche Reise nach Andalusien.

  • Titel: Señor Gonzalez und der Garten des Lebens
  • Autor: Claus Mikosch
  • Verlag: Gütersloher Verlagshaus
  • Seitenzahl: 189 Seiten
  • Hardcover: 14,00 €
  • E-Book: 10,99 €

Klappentext:

Niklas, Anfang 30, gerade arbeitslos geworden und irgendwie entwurzelt, beschließt eine Auszeit in Andalusien. Dort begegnet er Señor Gonzalez, einem alten Gärtner, der seit Jahrzehnten Gemüse auf natürliche Weise anbaut, „immer mit der Natur als Freund und Gehilfe“. Zuerst besucht Niklas den alten Mann hin und wieder, dann hilft er ihm täglich einige Stunden bei der Gartenarbeit. Dabei lernt Niklas nicht nur etwas über den Anbau von Lauch und Tomaten, sondern vor allem etwas über Gelassenheit, Achtsam- und Genügsamkeit.

Señor Gonzalez, sein Wissen und seine Weisheit öffnen Niklas die Augen und helfen ihm, sein Leben neu auszurichten…

Meine Meinung:

Dieses Buch hatte ich in wenigen Tagen durchgelesen, weil der Schreibstil sehr flüssig war und ich gut in die Geschichte hineingefunden hatte.

Auch, wenn es für Niklas schwierig anfing mit der Schließung seiner Bankfiliale, in der er acht Jahre lang gearbeitet hatte.

Von einem Tag auf den anderen war er nun arbeitslos.

Verständlich, dass es ihm erst einmal den Boden unter den Füßen weggezogen hatte. Völlig orientierungslos und geknickt, macht er sich auf nach Andalusien, einer Region im Süden Spaniens. Ahnungslos sucht er sich dort eine WG und bemerkt nicht, dass er mit diesem Glücksgriff sein gesamtes Leben umkrempeln kann.

Sein WG-Bewohner verweist ihn, nach der Schilderung von Niklas Problematik, zu Señor Gonzalez, einem alten Bauern. Er wird von ihm mit einem breiten Grinsen begrüßt und sollte sofort Hand anlegen an seinem Garten. Für einen Stadtmenschen wie Niklas eine ganz neue Erfahrung. Schnell merkt er, dass ihn nicht nur das Stückchen Erde in Andalusien, sondern auch der friedvolle Bauer wichtige Lektionen erteilen kann.

Die Lektionen konnten auch mir helfen. Was macht man zum Beispiel mit wirbelnden Gedanken, die immer wieder auftauchen? Señor Gonzalez rät: Die Aufmerksamkeit auf etwas anderes lenken, am besten mit physischer Betätigung. Bei mir hilft sehr gut das Malen und Zeichnen.

Seine liebevoll gemeinten Ratschläge beziehen sich aber nicht nur auf die einzelne Person, sondern er analysiert auch die Gesellschaft, schneidet das Thema Plastikvermeidung an, redet über Tierhaltung und Fleischkonsum bis hin zu der Beziehung zwischen gutem Essen und dem Wohlgefühl des Körpers.

Dabei benutzt er keinen ausgestreckten Zeigefinger und rügt, sondern gibt Anregungen, charmant eingebettet in seinen Garten, der Garten des Lebens.

Das Buch brachte mich zum Nachdenken und Überdenken meines eigenen Verhaltens. Ich schloss Señor Gonzalez sofort in mein Herz und hörte ihm genau zu.

Nur am Ende liegt es an dir allein, ob du die Welt zu einem besseren Ort machen möchtest, so wie Señor Gonzalez mit seinem Garten.

Besonderheit:

Die lebhafte Sprache hat mir sehr gefallen, mit der der Autor seine Geschichte erzählt. Einzig und allein die umgangssprachlichen Wörter wie zum Beispiel „richtig“ oder „verdammt“ störten meinen Lesefluss.

Nicht nur der Text passte zu der Geschichte mit Tiefgang, sondern auch die liebevollen Zeichnungen unter den Kapitelüberschriften. Das Cover hat mich schon im Buchladen sehr angesprochen: es zeigt den alten lächelnden Bauern, inmitten eines Gemüsebeetes. Neben ihm eine gelbe Schubkarre und im Hintergrund ist ein Feigenbaum abgebildet.

Ich mochte die Metapher mit dem Garten sehr gerne, die stellvertretend für das Leben steht. Entrümpeln durch Unkraut jäten und Gutes gedeihen lassen, indem ich Tomaten und Kartoffeln goss. Es brachte mich zum Lächeln und vielleicht möchtest du dich auch auf die Reise nach Andalusien machen (gedanklich, versteht sich!) und dich verzaubern lassen! Es lohnt sich!

Hier geht es weiter zu einer kleinen Leseprobe!

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Empfehlenswert für:

  1. Menschen, die Geschichten mit Tiefgang lieben

  2. Menschen, die auf der Suche sind

  3. Gärtnerfreunde

  4. alle, die „Der kleine Buddha“ gelesen haben und Fans von Claus Mikosch sind

2 Gedanken zu „Rezension zu: Señor Gonzalez und der Garten des Lebens“

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