Interview mit Alexandra Stückler-Wede

Erzähl mir ein bisschen etwas über dich: (Name, Alter, wenn du möchtest, Wohnort, Beruf etc.)

Mein Name ist Alexandra, aber eigentlich werde ich Lexie oder Alex genannt. Ich bin dreiundzwanzig Jahre alt, habe dual Elektrotechnik studiert und zuletzt als Produktmanagerin gearbeitet – wenn ich nicht gerade als Autorin tätig bin 🙂

Im Augenblick bin auch auf meiner Reise um die Welt (ich bin ein absoluter Globetrotter), aber mein eigentlicher Wohnort ist München im schönen Bayern, wo ich zusammen mit meinem Freund, meinen zwei Häschen und jeder Menge Bücher lebe.

Wow, ich sehe schon, du bist sehr vielseitig. Und an einem Ort mit lieben Menschen, Hasen und Büchern zu leben ist Glück pur, wie ich finde. Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Wörter und Buchstaben haben schon immer eine große Rolle in meinem Leben gespielt. Es klingt vielleicht wie ein Klischee, aber ich habe mir mit 5 das Alphabet und das Leben beigebracht und dann mit sieben meine ersten Geschichten verfasst. Irgendwie hatte ich schon immer zu viel Fantasie und das Bedürfnis die Abenteuer in meinem Kopf festzuhalten. Diese Geschichten wurden mit der Zeit immer länger und komplexer und mit der Zeit wurde mehr daraus.
Kleiner Fun-Fact: Gelesen habe ich tatsächlich erst, nachdem ich mit dem Schreiben angefangen habe 🙂

Da warst du wohl schon sehr weit in deiner Entwicklung, toll. Ja, das kenne ich nur zu gut, zu viel Fantasie zu haben. 😊 Was magst du am Schreiben am liebsten?

Dass es keine Grenzen gibt, keine Regeln, keine festen Rahmen, die dich irgendwie beschränken. Du kannst tun und lassen, was immer du willst und niemand schreibt dir irgendetwas vor.

Oh ja, das ist wirklich ein sehr großer Vorteil vom Schreiben. Hast du („Schreib“)-Vorbilder?

Definitiv. Ich finde Jennifer L. Armentrout großartig, aber auch Sarah Alderson schreibt großartig!

Die Obsidian-Reihe habe ich verschlungen, der Schreibstil und die Geschichte haben mich sehr gefesselt. Woher nimmst du deine Inspiration für deine Geschichten?

Tatsächlich aus dem alltäglichen Leben. Irgendwie inspiriert mich jeder und alles. Genauso wie Musik, die Orte meiner Reisen und die Personen, die mit mir durchs Leben gehen.

Wovon handelt dein neuer Roman „Elyanor“?

In „Elyanor“ geht es im weiteren Sinne um eine junge Frau, die ihren Platz in der Welt sucht und dabei über die Grenzen dessen, was sie bisher kannte, hinausgeht. Enger gesehen handelt die Geschichte von Lya, der Tochter des Teufels, die eigentlich einfach ihre Ausbildung zum vollwertigen Dämon, wenn man so möchte, abschließen will und dafür nach London reißt. Allerdings kommt alles anders und gerät sie dabei in einen uralten Konflikt, in dem ausgerechnet sie eine entscheidende Rolle spielt. Sodass sie sich letztlich im wahrsten Sinne des Wortes in einem Widerstreit zwischen Licht und Finsternis wiederfindet und für sich selbst entscheiden muss für was sie kämpfen möchte.

Oder im Klapptentext gesprochen:

Kann Liebe eine uralte Feindschaft überwinden? – Teuflisch gute Romantasy
Lya ist hübsch, schlagfertig – und die Tochter des Teufels. Um ihre Ausbildung abzuschließen, reist sie nach London, wo sie prompt auf den unterkühlten Zayden trifft. Ihr Instinkt warnt sie vor ihm, und zu Recht: Zayden will Lya unbedingt tot sehen und setzt alles daran, ihr das Leben zu nehmen. Sie sind wie Licht und Finsternis– und trotzdem ziehen sie sich auf unerklärliche Weise an. Und eines wird Lya schnell klar – Zayden ist kein gewöhnlicher Mensch.

Das klingt wirklich toll! Und da ich das Buch gelesen habe, kann ich schon verraten: Es ist sehr spannend mit vielen überraschenden Wendungen. Für wen ist diese Buchreihe besonders geeignet?

In meinen Augen gibt es hier keine Beschränkung hinsichtlich Alter, Geschlecht oder Ähnlichem. Aber ich würde das Buch am ehesten im Genre „Urban Fanatsy“ einordnen, das heißt, es ist besonders etwas für diejenigen, die dieses Genre lieben.

Umso besser, wenn es keine Beschränkungen gibt. Dann kann jeder einmal hinein schnuppern. 😊 Für alle, die neugierig geworden sind: Hier ist meine Rezension zum Buch.

Wie bist du auf die Geschichte rund um „Maliac Bay“, deiner anderen Buchreihe, gekommen?

Die erste Idee dazu kam mir tatsächlich bei unserer Tour an die Westküste der USA, der Rest hat sich in Sylt zusammengefügt. Maliac Bay ist eine bunte Mischung aus Neuseeland, Kalifornien, Sylt und London 🙂 Die Menschen dort sind inspiriert von denjenigen, die mich tagtäglich umgeben und zum lächeln bringen.

Das ist eine schöne bunte Mischung aus tollen Orten. Das macht neugierig auf mehr. Welchen Charakter aus deinen eigenen Büchern möchtest du gerne einmal persönlich treffen und wieso?

Ich würde so so gerne Royath treffen. Er ist einfach super cool und ich denke man könnte super viel Spaß mit ihm haben – auch wenn dann definitiv irgendein Mist passieren würde. Roy ist ein sehr interessanter Charakter mit vielen Schichten und Facetten und sehr loyal und ehrlich. Alles Eigenschaften, die ich an Menschen (und Dämonen) schätze. Und mal ehrlich, wer würde nicht gerne mit ihm eine Runde auf seinem Motorrad durch das nächtliche London drehen?

Ja, das wäre allerdings eine sehr gute Idee, wenn er mir dann auch Donuts bringt. Also jetzt musst du, lieber Blogleser, das Buch lesen, damit zu weißt, was Lexie und ich meinen. 😊 Hast du Tipps für angehende Schriftsteller*innen?

Nicht aufgeben, nichts erzwingen und sich einfach mal ausprobieren. Es ist noch kein Genie vom Himmel gefallen und es braucht einfach seine Zeit, bis man seinen Flow gefunden hat (ich bin ja selbst immer noch ab und zu auf der Suche danach). Der eigene Stil, die Art zu erzählen entwickeln sich durch Übung, verschiedene Erfahrungen und das Schreiben an sich.
Also: Einfach loslegen und schauen, was geschieht. Und wenn es mal hakt: Einfach eine Pause einlegen und nichts durch Druck ändern zu wollen 🙂

Das ist eine sehr gute Einstellung. Ich glaube, die kann man auch auf andere Bereiche des Lebens übertragen, wenn du mich fragst. Was machst du außer dem Schreiben gerne in deiner Freizeit?

Ich liebe es zu reisen, zu lesen – natürlich -, shoppen und Freunde zu treffen. Außerdem mache ich Karate – arbeite dabei auch ehrenamtlich als Trainerin und gehe sehr gerne Joggen und Wandern.

Wie ich schon oben festgestellt habe: Du bist sehr vielseitig! Was liest du gerade derzeit und wie gefällt dir das Buch?

Gerade lese ich „One True Queen“ und bisher mag ich es sehr gerne, auch wenn ich mich erst an den Schreibstil gewöhnen musste 🙂

Da standen meine Freundin und ich letztens im Buchladen vor und haben das Cover bewundert. Bei so einem tollen Cover muss die Geschichte doch gut sein, oder? Wo ist dein liebster Lese-, Schreib oder Entspannungsort?

Oh, das ist schwer zu sagen. Natürlich liebe ich meinen Lesesessel in meiner Bücherecke, aber auch mein Schreibtisch, oder ein Berg, wo ich nach einer Wanderung meinen Laptop oder ein Buch aufschlage gehören dazu. Glücklicherweise brauche ich keinen festen Ort, um zu schreiben oder mich in fremden Welten zu verlieren.

Das ist sehr praktisch keinen festen Ort zu haben. Du kannst also überall und zu jeder Zeit schreiben, sehr gut. Wenn du Magie besitzen würdest, was würdest du in dieser Welt als erstes ändern wollen?

Das kommt auf die Art der Magie an, schätze ich. Aber mir liegt besonders der Umweltschutz am Herzen. Vermutlich würde ich eine Alternative für Plastik erfinden, alle Weltmeere reinigen, Bäume wachsen lassen und das Teleportieren erfinden, damit man keine Autos, Flugzeuge und Schiffe mehr braucht 🙂

Du sprichst mir aus der Seele. In der Bibliothek sehe ich viele Bücher zu dem Thema im Moment (zu einem habe ich eine Rezension geschrieben: https://afrarhein.wordpress.com/2019/03/27/rezension-zu-mein-herz-schlaegt-gruen/ ) und auch in der Gesellschaft ändert sich langsam, aber sicher die Einstellung. Wir hoffen, dass die Magie ihre Wirkung entfaltet! Was möchtest du deinen Lesern unbedingt mit auf den Weg geben? Hier ist Platz für deine Worte:

Vertraut auf eure eigene Magie. Egal, wie sie aussehen mag, ihr alle habt sie in euch und bleibt neugierig.

Diesen Worten kann ich nichts mehr hinzufügen, nur noch eines: Vielen lieben Dank, Lexie für das tolle Interview.

Ihr wollt mehr über die Autorin erfahren? Dann sind hier einige Verlinkungen:

Website Alexandra Stückler-Wede:

https://alexandrastuecklerwede.de/

Instagram:

https://www.instagram.com/alexandra_nordwest/

Ein Gedanke zu „Interview mit Alexandra Stückler-Wede“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s