Rezension zu: Elyanor – Zwischen Licht und Finsternis

Rezensionsexemplar vom Loomlight Verlag (Thienemann-Esslinger-Verlag)

Wie finde ich ein Buch, das zu mir passt und mir schöne Lesestunden beschert? Ich gehe meistens durch einen Buchladen oder eine Bibliothek, lasse mich auf Buchmessen inspirieren oder blättere Magazine und Zeitschriften nach neuem Lesestoff durch.

Diesmal bin ich erst auf die Autorin aufmerksam geworden und dann auf das Buch „Elyanor“. Schon das Cover fand ich ansprechend, dann las ich mir den Klappentext durch und fing gänzlich Feuer. Und was es mit diesem dicken Schmöker auf sich hat, erfährst du gleich.

Ein echter Hingucker
Ein echter Hingucker
  • Titel: Elyanor-Zwischen Licht und Finsternis

  • Autor: Alexandra Stückler-Wede

  • Verlag:Thienemann-Esslinger, Loomlight

  • ISBN 978-3-522-50678-6

  • Seitenzahl: 505 Seiten

  • Taschenbuch: 14,99 €

  • E-Book: 3,99 €

 

Klappentext:

Kann Liebe eine uralte Feindschaft überwinden?

Lya ist hübsch, schlagfertig – und die Tochter des Teufels. Um ihre Ausbildung abzuschließen, reist sie nach London, wo sie prompt auf den unterkühlten Zayden trifft. Ihr Instinkt warnt sie vor ihm, und zu Recht: Zayden will Lya unbedingt tot sehen und setzt alles daran, ihr das Leben zu nehmen. Sie sind wie Licht und Finsternis – und trotzdem ziehen sie sich auf unerklärliche Weise an. Und eines wird Lya schnell klar – Zayden ist kein gewöhnlicher Mensch.

Meine Meinung:

Meine Vermutung hat sich bewahrheitet: Mit diesem Buch verbrachte ich einige gemütliche Lesestunden in meinem Sessel und konnte es ab der Mitte der Geschichte kaum noch aus der Hand legen, sosehr hat mich die Geschichte um Lya, Roy, Zayden und Annie gefesselt. Dabei fängt alles recht harmlos an: Unsere Protagonistin Elyanor Edenmore, besser gesagt Lya, wird von ihrem Vater, dem Teufel höchstpersönlich, nach London geschickt, um ihre Ausbildung als vollwertige Dämonin zu beenden.

Was sie dabei nicht ahnt, ist, dass sie dafür auf ein College gehen muss. Wenig begeistert und mit einer Ordentlichen Portion Ironie und ihrem großen Selbstbewusstsein fällt sie auf wie ein bunter Hund. Ihre Mitschüler merken, dass sie anderes ist, aber dem Mädchen Annie ist es egal. Mit ihrer liebenswürdigen Art versucht sie gegen Elyanors harte Schale anzukommen. Ganz im Gegnsatz zu dem sehr verschwiegenen Zayden Darahia, der versucht Lya mit seinen Blicken zu töten.

Durch Lyas Temperament gerät sie sehr schnell mit ihm aneinander und ihr wird bewusst, dass er keinesfalls menschlich ist. Nur was ist er dann?

Während Lya versucht Zaydens Geheimnis zu ergründen, rutscht sie immer tiefer in einen uralten Krieg und gerät zwischen die Fronten. Wie gut, dass sie ihren besten Freund Royath oder auch Roy genannt, dabei hat, der ihr mit seiner humorvollen Art zeigt, wie sie sich als Dämonin zu benehmen hat. Ansonsten interessiert er sich für Spaß in all seinen Formen und lebt von Tag zu Tag.

Einige Monate in der Menschenwelt und Lya fängt an Mitgefühl und andere Emotionen zu zeigen, was Roy höchst besorgniserregend findet. Und nicht nur er wird auf den Wandel aufmerksam, sondern auch eine Macht, die viel gefährlicher ist, als Lya es sich jemals ausmalen kann. Sie ist nun nicht mehr sicher. Kann die Darahia-Familie, die sie so sehr hassen, einschließlich Zayden, ihr Schutz bieten? Was ist mit Zaydens Geheimnis? Wieso fühlt sich Lya in der Menschenwelt so anders, als zu Hause im Hades? Und wer war ihre Mutter wirklich, von der ihr Vater niemals spricht?

All diese Fragen werden im Buch aufgeworfen und nach und nach aufgedeckt. Der Leser findet mit Lya zusammen viel über ihre Vergangenheit heraus und entdeckt so jedes Puzzleteilchen von ihr und ihrem Wesen. Ich habe mich mit Lya auf die Reise begeben herauszufinden wer sie ist und die Protagonistin, die so schnippisch wie liebevoll ist, ins Herz geschlossen. Ich habe mit ihr gelacht, gezittert und gelitten, gebangt und gehofft und mir den Kopf zerbrochen, wie sie aus dem ganzen Schlamassel wieder herauskommt. Zum Schluss gibt es ein phänomenales Finale, bei dem mir gleichzeitig die Kinnlade heruntergeklappt ist und ich lächeln musste. Vor Spannung vergaß ich sogar meinen Tee, den ich mir extra gekocht hatte.

Du merkst: Ich erzähle von einem Buch, was dich fesseln kann, wenn du dich auf die Geschichte rund um Lya, Roy, Zayden und Annie einlässt.

Besonderheit:

Am beeindruckensten fand ich Alexandras Schreibstil. Die gesamte Geschichte las sich flüssig und kein einziges Mal bin ich über eine Ungereimtheit gestolpert. Ich finde einen flüssigen Schreibstil in Büchern sehr wichtig, damit ich als Leser gut in die Geschichte finden kann. Bei „Elyanor“ hatte ich gar keine Probleme!

Außerdem musste ich über Lyas schnippische Art lachen und genoss jede (wörtliche) Anspielung auf die Hölle und den Teufel durch Sätze wie zum Beispiel „Wovon zur Hölle sprichst du!“ (Elyanor – Zwischen Licht und Finsternis, S. 122, Autorin: Alexandra Stückler-Wede, Loomlight) oder „Wann zum Teufel war mein Leben eigentlich dermaßen den Bach heruntergegangen?“ (Elyanor – Zwischen Licht und Finsternis, S. 323, Autorin: Alexandra Stückler-Wede, Loomlight). Es macht die Geschichte nur umso individueller. Genau wie die tollen Charaktere. Durch viele kleine Hintergrundinformationen während des Lesens kann sich der Leser ein noch klareres Bild von den Charakteren machen. Dadurch viel es mir sehr leicht direkt in die Geschichte einzutauchen und mich ganz auf sie einzulassen. Es war fast so, als würde ich die Personen kennen, so gut wurden sie von der Autorin herausgearbeitet.

Ich habe schon ewig kein Buch mehr gelesen, in der so viele vielschichtige Charaktere auftauchen. Diese Tatsache, die fesselnde Geschichte und der flüssige Schreibstil macht das Buch „Elyanor“ für mich zu einem meiner Jahreshighlights 2019!

Und das beste: Band 2 erscheint schon am 17.10.19 als E-Book.

Noch ein Grund schnell mit dem ersten Band anzufangen. Viel Spaß beim Lesen!

Empfehlenswert für:

  • Leser von Urban Fantasy

  • alle, die starke Charaktere mit Biss mögen

  • Fans von Chroniken der Unterwelt, Daughter of Smoke and Bones und andere fantastische Bücher mit verschiedenen Wesen

  • Fans von Alexandra Stückler-Wede

Wenn du noch mehr über die Autorin erfahren möchtest, lies doch hier mein Autoreninterview. Oder du schaust dich auf ihrer Internetseite, auf Instagram, Pinterest oder Wattpad um:

Internetseite: https://alexandrastuecklerwede.de/

Instagram: https://www.instagram.com/alexandra_nordwest/

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2 Gedanken zu „Rezension zu: Elyanor – Zwischen Licht und Finsternis“

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